Am 6. Juli 2026 unternahmen die Klassen BFS11a, BFS11b sowie die BFW eine Exkursion zur Zeche Zollverein in Essen. Im Anschluss an den Anne-Frank-Tag an unserer Schule bot der Besuch die Möglichkeit, die Auseinandersetzung mit dem Holocaust und der Zeit des Nationalsozialismus zu vertiefen.
Ein besonderer Programmpunkt war die Begegnung mit Holo-Voices. Mithilfe moderner KI-Technologie konnten die Schülerinnen und Schüler mit digital aufbereiteten Zeitzeugeninterviews in den Dialog treten. Diese besondere Form der Begegnung ermöglichte es, die Erfahrungen von Holocaust-Überlebenden auf eindrucksvolle Weise kennenzulernen und ihre persönlichen Schicksale besser nachzuvollziehen.
Darüber hinaus setzte sich die Gruppe mit der Bedeutung des Ruhrgebiets während der NS-Zeit auseinander. Als bedeutendes Industriezentrum spielte die Region eine wichtige Rolle für die Kriegswirtschaft und war auf den Einsatz hunderttausender Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter angewiesen.
Die Ausstellung „Unter Tage – Unter Zwang“ vermittelte anschaulich die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen, die im Steinkohlenbergbau Zwangsarbeit leisten mussten. Gleichzeitig wurde deutlich, wie Unternehmen von diesem System profitierten und dass die Verbrechen des Nationalsozialismus für viele Menschen im Umfeld sichtbar waren.
Die Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern wertvolle historische Einblicke und regte dazu an, sich mit Fragen von Erinnerung, Verantwortung und demokratischen Werten auseinanderzusetzen. Sie leistete damit einen wichtigen Beitrag zur historisch-politischen Bildung an unserer Schule.

